Über den Unterricht hinaus

Klassenfahrten / Exkursionen

Fahrt der 5. Klassen ins Schullandheim in Seifriedsberg

Juhu - endlich Juli - und unsere frisch gebackenen FünftklässlerInnen werden für ihr anstrengendes erstes Schuljahr am Albertus-Gymnasium mit einer Reise ins Allgäu entschädigt. Monatelang fiebern die Kleinen mit klopfenden Herzen dem Tag entgegen, an dem sie mit Bettlaken, Wanderschuhen, Regencapes, Sonnencreme, Kuscheltieren und vielen gutgemeinten Ratschlägen ihrer Eltern im Gepäck endlich den großen Reisebus besteigen dürfen. Auf seiner etwa zweieinhalbstündigen Fahrt transportiert er sie zusammen mit ihren KlassenlehrerInnen zum Jugendhaus Elias in Seifriedsberg, das idyllisch inmitten der Allgäuer Bergwelt liegt.

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Dort verbringen die SchülerInnen fünf turbulente und unvergessliche Tage, an denen sie fernab vom gewöhnlichen Schulalltag Gemeinschaft, Natur und Umwelt hautnah erleben dürfen. Außerdem bietet die Reise die Gelegenheit, MitschülerInnen und LehrerInnen von einer neuen und anderen Seite kennen zu lernen. Deshalb verwundert es wenig, dass der Schullandheimaufenthalt ganz erheblich zur Stärkung der Klassengemeinschaft beiträgt und in dieser Zeit tiefe Freundschaften entstehen.

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Wenn man zum ersten Mal im Leben gemeinsam ein Bett bezieht, mit staunenden Augen durch die beeindruckende Breitachklamm wandert, nach einer rasanten Fahrt im Allgäu-Coaster der Sommerrodelbahn sein lachendes Gesicht auf einem Foto betrachtet, sich in der Käserei quietschend die Nase zuhält, unter gehöriger Anstrengung das Gipfelkreuz erklimmt, nebeneinander seine wandermüden Füße in einem kristallklaren Bergsee baumeln lässt, sich durch alberne Gute-Nacht-Geschichten gegenseitig das Heimweh vertreibt, mit einem Netz einen glitzernden Fisch aus dem Alpsee angelt oder Hand in Hand in einen duftenden Heuhaufen hüpft, schweißt das natürlich viel enger zusammen als nur dieselben Mathematikaufgaben zu lösen.

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Nebenbei erwerben die Kinder auch noch eine Menge neues Wissen, indem sie beispielsweise im Allgäuer Bergbauernmuseum durch einen begehbaren Kuhmagen schlendern, mit einer Ralley in der Erzgruben-Erlebniswelt die Geschichte des Bergbaus erkunden, sich im Naturerlebniszentrum mit ihrem eigenen ökologischen Fußabdruck auseinandersetzen oder bei einer geführten Rundwanderung interessante Einzelheiten über die Geologie des Grünten - des sogenannten ,,Wächter des Allgäus" - erfahren.

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Dafür, dass es auch in der Freizeit niemandem langweilig wird, sorgen eine Turnhalle, ein Tischtennisraum, die hauseigene Disco, ein Klavier, der Grillplatz, ein Niederseilgarten, ein Volleyballfeld, die Spielweise, Tischkicker, Billard, Brettspiele, Bücher, ein Labyrinth und der Sportplatz.

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Das leibliche Wohl kommt im Jugendhaus Elias, wo man großen Wert auf biologische, regionale, fair gehandelte und frisch zubereitete Speisen legt und alle Mahlzeiten an einem reichhaltigen Selbstbedienungsbuffet präsentiert, natürlich auch nicht zu kurz. So können alle Eltern am Ende der Woche ein wohlgenährtes, braungebranntes, aller Wahrscheinlichkeit nach zwar etwas übermüdetes, aber strahlendes Kind in ihre Arme schließen, das neue Freundschaften geschlossen, zahlreiche Abenteuer erlebt und ihnen eine ganze Menge zu erzählen hat.

Marie Sienkiewicz, Angelika Haug

Skikurs der 7. Klassen in Mellau/Bregenzer Wald

Skilager – eine unvergessliche Zeit
Schnee, Berge, strahlender Sonnenschein und mit Freunden auf Skiern die frisch präparierte Piste hinunterflitzen – genau das erleben Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen des Albertus Gymnasiums jedes Jahr im März.
Nach nur drei Stunden Fahrt von Lauingen nach Bezau beziehen sie im Jugendgästehaus „Kanisfluh“ ihre gemütlichen Zimmer, um am Nachmittag sofort die Skipiste zu erobern.

Während die Fortgeschrittenen und „Profis“ bereits die roten und schwarzen Pisten unsicher machen, fällt der erste Tag für die Anfänger noch etwas beschwerlich aus: Sie beginnen mit Bogenfahren in einem Slalomparcours, bremsen auf Kommando und schnallen sich nach Stürzen die Skier mühsam wieder an ihre Füße. Das alles gehört dazu. Doch Dank ihrer modernen Skiausrüstung können sie spätestens am zweiten Tag die Skilifte der blauen Pisten benutzen. Ab diesem Moment sind auch sie fast nicht mehr zu bremsen.

Doch wie sieht ein Tag im Skilager eigentlich aus?
Der Morgen beginnt für alle um acht Uhr mit einem reichhaltigen und leckeren Frühstück. Danach heißt es, sich warm einzupacken und alles für die bevorstehende Zeit auf der Piste zusammenzusuchen: Skihelme, Handschuhe, Stöcke, Skier, Sonnencreme und natürlich die LIFTKARTE - was sich bei dieser großen Zahl an Skifahrern nicht immer so einfach gestaltet …

Je nach Schneelage geht es dann mit dem Bus entweder nach Mellau oder nach Warth-Schröcken, wo sich die einzelnen Gruppen mit ihren Skilehrern auf den verschiedenen Pisten verteilen. Beim Mittagessen auf der Skihütte gibt es dann viel zu erzählen, doch kaum ist der Teller leer, zieht es die allermeisten Jugendlichen schon wieder nach draußen. Bevor sie wieder ihre Skier anschnallen, toben viele noch im Schnee herum oder genießen einfach die herrlich frische Bergluft.

Zurück in Bezau gibt es für die ausgehungerten „Skirennfahrer“ ein ausgiebiges und sehr abwechslungsreiches Abendessen, das aus Suppe, Salatbuffet, Hauptspeise und Nachspeise besteht. Die Zeit bis zur Bettruhe um 22 Uhr wird dann ganz unterschiedlich verbracht: Mit Tischtennis oder Kicker, Karten- und Brettspielen, einer Hausrallye, Musik hören und Tanzen in der hauseigenen Disko oder einfach nur damit, ausgiebig miteinander die Erlebnisse des Tages zu „bequatschen“.

Am Freitagmorgen werden dann auch schon wieder die Koffer gepackt, sodass die Siebtklässlerinnen und Siebtklässler – erfreulicherweise meist ohne größere Verletzungen – pünktlich um 9.30 Uhr den Weg zurück nach Lauingen antreten können. Im Gepäck befinden sich neben zahlreichen neuen Erfahrungen und den Grundkenntnissen des Skifahrens, die sie als Anfänger erlernt haben, vor allem eine unvergessliche Zeit. Die Schülerinnen und Schüler haben eine traumhafte Winterlandschaft mit Schnee und Sonne erlebt, die wir in unseren Breiten leider immer seltener erfahren können. Muskelkater und blaue Flecken sind schnell vergessen – was bleibt, ist das einmalige Gemeinschaftserlebnis, das die Jugendlichen auch lange nach dieser Woche noch eng miteinander verbindet.

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Beitrag: Angelika Haug

Fotos: Dieter Monninger

Studienreise der 10. Klassen nach Berlin

Berlin ist immer eine Reise wert. Die Studienfahrt in die Hauptstadt bietet den 10. Klassen die Gelegenheit, mit der größten deutschen Metropole auf Tuchfühlung zu gehen. Das Programm ist vielfältig und ermöglicht interessante und spannende Begegnungen mit dem Leben der Hauptstadt. Hier kurz Auszüge aus dem Programm:

Bundestag
Im Deutschen Bundestag schlägt das Herz unserer Demokratie. Ein Besuch im Parlament gewährt einen Einblick in die Arbeit der Abgeordneten und bietet von der Kuppel des Reichstagsgebäudes einen sagenhaften Ausblick auf die Stadt.

Stadtführung
Die Stadtführerin Dr. Anke Fromme referiert bei einer dreistündigen Stadtrundfahrt von Ost nach West über Geschichte und Kultur, Architektur und Politik in Berlin.

Hohenschönhausen
Ein Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen regt zur Auseinandersetzung mit politischer Verfolgung und kommunistischer Diktatur zu Zeiten der DDR an. Zeitzeugen berichten von ihren Erfahrungen im ehemaligen Gefängnis der Staatssicherheit.

Museen
Ob Nationalgalerie, Jüdisches Museum, Deutsches Technikmuseum, Spionagemuseum oder Naturkundemuseum – die Schüler wählen aus dem breiten Angebot der Hauptstadt ihre Favoriten und erkunden die Ausstellungen in Führungen.

Berliner Unterwelten
Den Besuchern Berlins bleiben die Berliner Unterwelten auf den ersten Blick verborgen. Umso beeindruckender und auch beklemmend ist ein Rundgang durch die Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg, bei dem es um das Leben der Menschen unter dem nationalsozialistischen Regime geht.

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Beitrag: Johannes Reichhart

Fotos: Monika Blum

 
Abschlussfahrt der Q11 - Segeltörn auf dem Ijsselmeer

20 bis 25 junge Leute, zwei Lehrer, ein Skipper, ein Maat und manchmal noch ein Hund fünf Tage lang auf engstem Raum auf einem restaurierten Lastensegler aus dem 19. Jahrhundert, so gut wie keine Rückzugsmöglichkeit, körperliche Arbeit, Selbstversorgung, schlechtes Internet, begrenzte sanitäre Anlagen, keine Disco am Abend – geht das heutzutage noch?

Es funktioniert hervorragend!

Seit einigen Jahren beschließen regelmäßig zahlreiche Schülerinnen und Schülern der Q11, sich auf dieses spannende Abenteuer einzulassen. Es sind ganz besondere Erfahrungen, die sie auf dieser Abschlussfahrt sammeln dürfen - und die bleiben ihnen, wie sie selbst bestätigen, lange Zeit im Gedächtnis.

Doch was ist so „beeindruckend“ an dieser Abschlussfahrt?

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Abgesehen vom ersten Tag in Amsterdam mit einem Besuch des Van Gogh Museums (natürlich mit Audio Guides), einer entspannenden Bootsfahrt durch die zahllosen Kanäle der Stadt und einer Shopping Tour verlaufen die nächsten Tage sehr naturverbunden:

Nachdem am Abend des ersten Tages im Hafen von Harlingen die neue Unterkunft „geentert“ worden ist, alle „Crewmitglieder“ von Maat und Skipper begrüßt und über die Verhaltensregeln an Bord, im Hafen und auf dem Wasser aufgeklärt worden sind, gilt es erst einmal, das Frühstück für den nächsten Morgen zu planen und einzukaufen. Bereits in diesem Moment ist zum ersten Mal Teamgeist gefordert, der während des gesamten Segeltörns eine ganz entscheidende Rolle spielt!

Ob es in den folgenden fünf Tagen nun darum geht, die Segel zu setzen, die Windrichtung zu erkennen, eine Flaute oder einen Regenguss möglichst unbeschadet zu überstehen, sich im Seglerlatein zu üben, einen neuen Knoten zu lernen, das Deck zu schrubben, ein Wendemanöver zu starten oder zu ankern – all das wird nur als Gruppe funktionieren. Dass neben dem Segeln auch noch gemeinsam gekocht und gegessen, geschwommen, gespielt, gespült, gesungen, geputzt, gefeiert und nachts in die winzigen Kojen gekrochen wird, schweißt die Truppe natürlich noch enger zusammen.

An Bord lässt sie sich den Wind um die Ohren pfeifen, erlebt ein neues Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit und genießt die malerische Kulisse des Ijsselmeeres. Weil der Kurs vom Wetter abhängt, bleibt die Route zudem immer spannend. Tag für Tag wird neu entschieden, welchen Hafen das Schiff als Nächstes ansteuert. So landet man einmal in einem pittoresken Städtchen auf dem Festland und ein anderes Mal am Strand einer abgelegenen Watteninsel, wo man Seehunde aus nächster Nähe beobachten kann. Neben ausgedehnten Strandspaziergängen, dem Sonnenbaden auf Deck, lustigen Erkundungsfahrten mit dem Hollandrad und einer romantischen Wattwanderung in den Sonnenauf- oder -untergang hinein, ist bei den Schülerinnen und Schülern auch das sogenannte ,,Trockenfallen“ auf einer Sandbank beliebt, das häufig mit einem ausgelassenen Grillabend verbunden wird – schließlich muss man sich ,,auf hoher See“ ja wenigstens einmal nicht an die Hafenruhe halten!

Aufgrund der zahlreichen gemeinsamen Erlebnisse wächst die Gemeinschaft an Bord und die „Crew“ erhält die Möglichkeit, sich untereinander viel besser kennenzulernen. Die gesammelten Eindrücke und der Teamgeist, der unabdingbar für eine solch außergewöhnliche Fahrt ist, hinterlassen in der Gruppe deutliche Spuren, die über die Abiturzeit hinweg erkennbar bleiben.

Obgleich über diese Fahrt noch vieles geschrieben werden könnte, lassen wir jetzt lieber die Bilder sprechen ...

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Beitrag: Marie Sienkiewicz, Angelika Haug

Fotos: Stefanie Eickelpasch, Angelika Haug

 

Schüleraustauch

Schüleraustausch mit der Stadt Tromsø (Norwegen)

Tromsø ist mit rund 72 000 Einwohnern die achtgrößte Stadt Norwegens und die größte Stadt im Norden des Landes. Sie liegt 344km Luftlinie nördlich des Polarkreises – mehr als 3000km von Lauingen entfernt. Tromsø beheimatet nicht nur die nördlichste Universität, sondern auch die nördlichste Kathedrale der Welt.

Das Stadtgebiet beträgt 2.558km² (davon 1.434km² auf dem Festland und 1.124km² auf mehreren Inseln vor der Küste) und ist damit die flächengrößte Stadt Norwegens. Unsere Partnerschule Kongsbakken, die Universität, der Flughafen und das Zentrum befinden sich auf der Insel Tromsøya. Außerdem ist sie Station der berühmten Hurtigruten.

Alle zwei Jahre findet der Schüleraustausch zwischen der norwegischen Oberstufenschule Kongsbakken in Tromsø und dem Albertus-Gymnasium in Lauingen statt. Im hohen Norden, werden unsere Schüler immer wieder sehr herzlich von ihren Austauschpartnern empfangen, neue Freundschaften geschlossen, andere Kulturen kennengelernt und die Natur Norwegens erkundet. Natürlich steht auch Bildung im Vordergrund, und so erfährt die deutsche Gruppe Interessantes über die samische Kultur oder die Bedeutung der norwegischen Fischindustrie. Während die deutschen Schüler ihre Englischkenntnisse vertiefen, intensivieren die norwegischen Austauschpartner die deutsche Sprache. Durch die Polarlichter, die vielen Eindrücke und neugewonnenen Freundschaften wurde der Austausch zu einem unvergesslichen Ereignis für viele Schüler und zu fester Tradition am AGL - und das bereits seit 30 Jahren.

Hier ein paar wenige Eindrücke und Erlebnisse einer Reise:

3000km liegen bereits hinter uns

Die Fahrt beginnt früh morgens um drei Uhr. 3000km liegen bereits hinter uns, als wir von unseren Austauschpartnern der Oberstufenschule Kongsbakken herzlich am Flughafen von Tromsø begrüßt werden.

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 Eindrucksvolles Farbenspiel

Die Morgensonne legt ein eindrucksvolles Farbenspiel über Tromsø. Bei einem Stadtrundgang verschaffen wir uns einen ersten Überblick: Radhus, Marktplatz, das Einkaufszentrum Jekta, Kirche und Eismeerkathedrale laden zum Verweilen ein.

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Hohe Berge neben glasklarem Meer

Wieder haben wir Glück, die Sonne scheint. Heute brechen wir in die Natur auf. Einige von uns fahren zu einem nahegelegenen Fjord, andere nutzen die Zeit für Bergwanderungen auf dem Fjellheisen oder zum Angeln. Die Landschaft ist überwältigend: Hohe Berge unmittelbar neben glasklarem Meer.

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Am nächsten Morgen ist es deutlich kälter. Heute spürt man die Lage nördlich des Polarkreises. Trotzdem machen wir uns auf den Weg und besuchen einen Spielplatz für Erwachsene: das Vitensenteret. Hier sind Naturwissenschaften interessant und spannend aufbereitet und sprechen Körper und Geist an. Ein Spaziergang durch den am nördlichsten gelegenen Botanischen Garten führt uns zurück nach Tromsø. Am Nachmittag besuchen wir Pinguine und Robben im Polaria.

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Man spürt die Lage nördlich des Polarkreises

Die Landwirtschaft ist im hohen Norden mühsam. Das Milchvieh der kargen Gegend ist die genügsame Ziege. Viele von uns melken heute zum ersten Mal im Leben. Parfümiert mit „Eau de Goat“ geht’s danach zurück in die Stadt. Das Café Kaffebønna ist – wie schon so oft in den vergangenen Tagen – unsere Anlaufstelle zum Aufwärmen.

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Polarlichter

Für unseren letzten Abend haben die Austauschpartner ein Lagerfeuer am Strand (Bukta) organisiert. Am Feuer lassen wir in Gedanken die vergangenen Tage Revue passieren. Und dann ist es plötzlich da, staunend und fasziniert dürfen wir ein einzigartiges Naturphänomen bewundern: Leuchtend grün durchziehen Polarlichter den nächtlichen Himmel.

Thomas Müller

 
Schüleraustausch mit der Stadt Genua (Italien)

Benvenuti a Genova - Schüleraustausch mit Genua

Seit 2005 haben unsere Lateinschüler/Inner der 8. Klassen die Möglichkeit, über ihren Tellerrand hinauszublicken und für eine Woche das Leben in einer italienischen Familie zu erleben. Den Schülerinnen und Schüler des AGL bietet sich hier eine sehr gute Gelegenheit, wunderschöne Eindrücke aus Genua mit nach Hause zu nehmen und in den Gastfamilien die italienische Mentalität kennenzulernen. Über den persönlichen Gewinn hinaus wird auch die internationale Verständigung gefördert und somit ein Beitrag für globalen Frieden geleistet. Ein Austauschschüler muss lernen, sich anzupassen, Situationen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und eigene Wertvorstellungen in Frage zu stellen, um in der fremden Welt Anschluss zu finden. So entsteht ein respektvoller Umgang mit dem Fremden. Das interkulturelle Lernen fördert demnach Toleranz, Weltoffenheit und Verständnis (z.B. die Erfahrung in einer italienischen Familie zu leben und zu essen -leckere Pizza, Pasta, Antipasti -). Neben der Möglichkeit, ein neues Land mit seiner Sprache und seinen Bräuchen anfanghaft kennen zu lernen, knüpfen die Schülerinnen und Schüler soziale Kontakte und gewinnen wichtige Erkenntnisse und Fähigkeiten, die sowohl ihre spätere berufliche als auch ihre private Entwicklung prägen können. Denn um die Gesellschaft aktiv mitgestalten zu können, werden Eigenschaften wie Flexibilität, soziale und interkulturelle Kompetenz zunehmend unverzichtbar. Durch das Erleben eines anderen Kulturkreises von innen heraus wird der Erfahrungshorizont erweitert. Außerdem lernen die Jugendlichen neben dem Fremden auch sich selbst, ihre Herkunft und ihre eigene Kultur besser kennen und entwickeln die Fähigkeit zu eigenverantwortlichem Handeln. Vereinzelt gehen Schüler/Innen der 9. Oder 10. Jahrgangsstufe nach dem Austausch für drei oder sechs Monate an die Deutsche Schule Genua, meist in ihre ehemalige Gastfamilie, um Italienisch zu lernen und Italien, die Italiener und die italienische Kultur besser kennenzulernen. Ebenso besuchen immer wieder Genuesen unsere Gastfamilien und nehmen am Schulunterricht teil, um ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen. Ab kommendem Schuljahr sollen unsere Schüler die Möglichkeit erhalten, im Wahlunterricht Italienisch zu lernen.

Die Schüler erfahren darüber hinaus, dass Latein als Mutter der romanischen Sprachen im Italienischen weiterlebt und sollten darin Motivation finden sich für Latein, die Geschichte der Römer und des heutigen Italiens zu interessieren.

Zum Ablauf des Austausches: Nach einem ersten Sich-Annähern durch Steckbriefe besuchen unsere Schüler/Innen am Beginn der 8. Jahrgangsstufe im Oktober zuerst die Genuesen. Betreut wird dieser Schüleraustausch von zwei Lehrkräften am AGL, StRin Kathrin Hutter und OStR Rainer Bauer.

Unsere italienischen Gastgeber stellen uns immer ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammen, dessen Höhepunkte hier kurz beschrieben werden:

  • Sonntag, 8.00 Uhr Abfahrt in Lauingen; nach Ankunft in Genua Aufnahme in den Familien.
  • Montag: Begrüßung an der Deutschen Schule in Genua durch den Schulleiter Dr. Hubert Müller; anschließende Stadt-Rallye durch Genua, moderiert von den italienischen Austauschschülern.
  • Dienstag bis Donnerstag: Besuch des weltberühmten „Acquario“ und Hafen-Besichtigung, Porto Antico, gemeinsames Pizzaessen.P1020257
  • Ausflug in die wunderschöne Umgebung von Genua: Santa Margherita, Portofino, San Fruttuoso, Camogli, Cinque Terre, Punta Chiappa, Park von Nervi, Boccadasse mit einem wunderschönen Ausblick auf das Meer und Bootsfahrt.P1020368
  • Zwischendurch immer wieder Teilnahme am Unterricht.
  • Aktiver Sport im Abenteuer-Seilgarten auf dem Righi hoch über Genua.
  • Freitag, 8.00 Uhr: Rückfahrt nach Lauingen.

Im Juni des desselben Schuljahres freuen sich alle auf den Gegenbesuch der Genuesen in Lauingen. Wir bieten ebenfalls ein buntes Programm:

  • Sonntag, ca. 18.00 Uhr: Ankommen der italienischen in der Brüderstraße und Aufnahme in den Familien.
  • Montag: Treffpunkt im Speisesaal der Schule; dort Empfang durch die Schulleitung; Empfang im Rathaus durch Bürgermeisterin Müller; Aufstieg auf den Schimmelturm; Unterricht; Kennenlernen in den Familien.
  • Dienstag bis Donnerstag: Fahrt in den Zoo nach Augsburg oder Besuch der Charlottenhöhle;

Unterricht; das Legoland gemeinsam erleben; Wanderung an der Donau, Fußballspiel, Minigolfen, etc. danach gemeinsames Essen;

  • Freitag, 8.00 Uhr: Rückfahrt der Gäste.

Die Kosten für Fahrt, Legoland, Acquario, etc. belaufen sich zwischen 150,- und 200,- € im Ganzen. Die allermeisten Schüler/Innen würden gerne den Austausch verlängern, manche knüpfen sogar dauerhafte Kontakte.

Rainer Bauer

Schüleraustausch zwischen Lauingen und Segré

Der Start in ein neues Schuljahr ist naturgemäß spannend und verheißungsvoll. Man bekommt neue Lehrer, neue Fächer und – als „Achtklässler“ – obendrein die einmalige Gelegenheit, am deutsch-französischen Schüleraustausch teilzunehmen. Dieser Austausch besteht seit mehr als 30 Jahren zwischen dem AGL und dem Collège Saint Joseph in Segré.

Bereits im Oktober jeden Jahres brechen Mädchen und Jungen aus der 8. Klasse mit ihren begleitenden Lehrkräften, Frau Werner und Fr. Philipp-Schromm, morgens um fünf Richtung Westen auf, um ihre französischen Austauschpartner vom College Saint-Joseph - nach vielfältigen Kontakten im Vorfeld - endlich persönlich kennenzulernen. Nach einer ca. 16stündigen, ziemlich anstrengenden Busfahrt kommt die Gruppe – in der Regel etwas erschöpft und reichlich nervös - gegen 21 Uhr in Segré an und wird von den gespannt wartendenden Gastfamilien immer stürmisch begrüßt. Am Morgen nach der Ankunft startet dann auch schon das Programm, das seit einigen Jahren die französische Deutschlehrerin Emmanuelle Monnier für die Lauinger Delegation vorbereitet:

  • Frühstück in der Schulkantine mit anschließender Besichtigung der Partnerschule und Teilnahme am Unterricht.
  • Besichtigung der Schiefermine „Mine Bleue“
  • Fahrt ans Meer nach Saint Male mit Wattwanderung zu Mont Saint Michel (vgl. Foto) – immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis!
  • Besuch der nahegelegenen Großstadt Angers und ihres Klangmuseums
  • Besichtigung der Partnerstadt Segré und ihres Wochenmarktes
  • Teilnahme an einer Partie „Boule de fort“ (eine Art Boccia-Spiel) und an verschiedenen sportlichen und kreativen Aktivitäten und die „Soirée france-allemande“.
  • Gemeinsames Wochenende bei den Gastfamilien

„Ganz schön viel Programm und ganz schön viel Französisch!“ wird sich so manch einer denken, aber ein Austausch ist eben eine Entdeckungsreise und kein Erholungsurlaub!

Nach neun ereignisreichen Tagen treten die Lauinger, gerade mal menschlich und sprachlich eingelebt, bereits wieder die Rückreise an. Der Abschied ist immer traurig, dennoch kann man sich auf ein Wiedersehen in Deutschland freuen!

Anfang März ist es dann endlich soweit - das Unternehmen „Austausch“ startete in die zweite Runde! Für die Delegation aus Segré steht ein vielfältiges Angebot auf dem Programm:

  • Begrüßung durch den Schulleiter mit anschließendem Frühstück in der Schulkantine und Teilnahme am Unterricht.
  • Empfang im Rathaus von Lauingen
  • Stadtralley durch Lauingen
  • Besuch der WWK-Fußballarena in Augsburg
  • Besuch des Steiff-Museums in Giengen
  • Stadtführung in Dillingen und Besuch des Schimmelturms in Lauingen
  • Besuch zweier Nördlinger Bäckereien, in denen die Schüler Brezen formen durften
  • Fahrt ins Allgäu und Besuch von Schloss Neuschwanstein
  • Bunter Abend
  • Gemeinsames Wochenende in den Gastfamilien

Auch die jungen Franzosen machen, ebenso wie ihre deutschen Partner im Oktober, die Erfahrung, dass so ein Austausch wie im Flug vergeht. Der Abschied ist immer äußerst tränenreich… Aber selbst wenn Segré zugegebenermaßen ein bisschen mehr als nur „einen Steinwurt“ entfernt ist, so kann man ja auf privater Basis in Kontakt bleiben. Und sich vielleicht sogar besuchen. Ganz ohne Lehrer und Unterrichtsbesuche!

Sabine Werner

Auslandsjahr

Ein Auslandsaufenthalt während der Schulzeit ist eine sehr gute Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern. Dabei geht es nicht nur um die Verbesserung vorhandener Fremdsprachenkenntnisse, vielmehr lassen sich auch neue Sprachen entdecken. Vor allem aber bietet ein Auslandsaufenthalt die Gelegenheit, andere Kulturen und Lebensweisen kennenzulernen. So kann die Zeit im Ausland den Erwerb von interkultureller Kompetenz und die Persönlichkeitsbildung fördern. Gleichzeitig leistet sie einen Beitrag zur Verständigung zwischen Menschen verschiedener kultureller und nationaler Herkunft.

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Es gibt eine Vielzahl von Programmen, die von wenigen Monaten bis zu einem ganzen Schuljahr reichen. Teilweise gibt es Angebote für die Schulferien. Meist ist ein Auslandsaufenthalt aber mit einer Beurlaubung von der Heimatschule und dem Schulbesuch im Ausland verbunden. In der gegenwärtigen Situation des G8 bietet sich ein Auslandsaufenthalt entweder im Anschluss an die 9. oder die 10. Jahrgangsstufe an.

Auch am Albertus-Gymnasium gibt es immer wieder Schülerinnen und Schüler, die sich für einen Auslandsaufenthalt entscheiden. Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, sich über einen Auslandsaufenthalt zu informieren:

  • Im Rahmen der Klassenelternabende der 8. Klasse stellen wir geeignete Programme vor
  • Referenten von Youth for Understanding (YFU) informieren Mittelstufenschüler zum Thema Schüleraustausch und berichten von ihren eigenen Erfahrungen im Ausland
  • Das Bayerische Kultusministerium hat die wichtigsten Informationen und Programme unter folgendem Link zusammengestellt: https://www.km.bayern.de/botschafter
  • Herr StR Johannes Reichhart ist der Ansprechpartner vor Ort, wenn es um Beratung und Planung eines Auslandsaufenthaltes geht
  • Schülerinnen und Schüler des AGL berichten von ihren eigenen Erfahrungen, so z.B. Leonie Heidel und Sophie Kienle, die mehrere Monate in Australien bzw. in den Vereinigten Staaten  verbrachten.
  •  Natürlich gibt es umgekehrt auch immer wieder ausländische Gastschüler am AGL.

Johannes Reichhart

Albertus Gymnasium, Brüderstraße 10, 89415 Lauingen, Tel. 09072 95387-0 , Fax 09072 95387-30, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!