Förderkonzept

ILV - Individuelle Lernzeitverkürzung im neunjährigen Gymnasium

Über den folgenden Link erhalten Sie weitere Informationen zur "Überholspur" am neunjährigen Gymnasium:

Individuelle Lernzeitverkürzung bietet begabungsgerechte Förderung

Begabtenförderung

Begabungen fördern, Leistung honorieren

Besondere Angebote für unsere Schülerinnen und Schüler

Gymnasiale Bildung ist mehr, als „nur“ das Ziel Abitur zu erreichen. Gymnasiale Bildung fördert und fordert in besonderer Weise gerade leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit zusätzlichen Angeboten, die die Interessen der Jugendlichen berühren und über den Schulstoff hinaus deren Horizont erweitern.

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Zu empfehlen sind dabei sowohl regionale wie auch überregionale Angebote:

Am Albertus-Gymnasium werden Schülerinnen und Schüler von Ihren Klassen-oder Fachlehrern auf diese Angebote hingeweisen und vorgeschlagen. Bei Interesse muss die Bewerbung  jeweils über das Direktorat erfolgen; die Auswahl erfolgt dann durch den Ministerialbeauftragten oder die zuständigen Gremien. Vorab kann man sich auf den Internetseiten über Voraussetzungen und Programme informieren.

Schuljahr 2020/21
Die Gymnasien des Standorts Nordschwaben sowie drei Gymnasien in Memmingen, Marktoberdorf und Augsburg bieten im kommenden Schuljahr 2020/21 wieder eine Vielzahl äußerst interessanter Kurse an, über die man sich auf der Internetseite des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Schwaben informieren kann.

Angesprochen sind Schülerinnen und Schüler mit überdurchschnittlichen Leistungen und / oder besonderen Interessen, die durch die angebotenen Kurse berührt werden.

Anmeldung für die Kurse der Begabungsstützpunkte Schwabens
Schuljahr 2020/21

Anmeldungen müssen grundsätzlich über die Schule bzw. die Schulleitung erfolgen. Die Meldung muss bis zum 09. Juli 2020 im Sekretariat abgegeben werden.
Ein auszufüllendes Formular kann im Sekretariat geholt werden oder von der Internetseite der MB-Dienststelle heruntergeladen werden.

Bernhard Pabst

Plus-Kurs Geschichte - eine Erfolgsgeschichte

Der seit vielen Jahren durchgeführte Plus-Kurs Geschichte ist ein besonderes Angebot für alle Geschichtsinteressierten, die Historisches aus der Region oder Zeitgeschichtliches aufarbeiten und aufbereiten möchten. Ausstellungen, Erstellung von Exponaten und Exkursionen gehören ebenso dazu wie die Beschäftigung mit wissenschaftlichen Quellen

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Seit nunmehr fast 20 Jahren findet am Albertus-Gymnasium der Plus-Kurs Geschichte statt. Erste Kurse wurden von Herrn Bernhard Ehrhart angeboten. Albertus-Schüler hatten dabei die Möglichkeit, 1995 bei archäologischen Ausgrabungen in Faimingen mitzuarbeiten oder die Museumsbestände des Heimathauses Lauingen kennenzulernen. Herr Arnold Schromm führte diese Tradition weiter und machte den Plus-Kurs Geschichte zur regelmäßigen Einrichtung am Albertus-Gymnasium. So wurde z.B. 1998, zum 150. Jahrestag, die Ausstellung „1848 - Die Deutsche Revolution in Lauingen“ mit Schülern eines Plus-Kurses Geschichte erarbeitet. Viele weitere Projekte folgten.
Bis heute erfreut sich der Wahlunterricht Geschichte großer Beliebtheit. Jedes Jahr im September kommt eine Gruppe von Schülern zusammen, die sich ein Schuljahr lang auf freiwilliger Basis und ohne Notendruck mit interessanten Themen des Fachs Geschichte beschäftigt. Teilnahme an Wettbewerben, an der Schülerakademie Schwaben, am Projekt „denkmal aktiv“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Erstellung von Geschichts-CD-ROMs und Ausstellungen, Bau von Modellen, Erstellung von Präsentationen für den Info-Tag der Schule, Teilnahme an Vorträgen, Planung und Durchführung von Besichtigungen, Museumsbesuchen und Exkursionen, all das lässt Geschichte lebendig werden und bietet über den regulären Unterricht hinaus die Möglichkeit der intensiven Förderung in diesem Fach.
Neue Teilnehmer sind immer erwünscht und herzlich willkommen.

Dr. Arnold Schromm

Erfahrungsberichte und Eindrücke

Talentseminar in Marktoberdorf
Hanna Hofmaier, eine Schülerin des AGL, wurde von der MB Dienststelle zum Talentseminar nach Marktoberdorf eingeladen. Über die Nominierung haben wir uns sehr gefreut. Hier ihr Bericht:

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Nach unserer Ankunft bezogen wir zunächst unsere Zimmer. Da wir uns alle vorher nicht kannten, herrschte beim Kaffee am Tisch betretenes Schweigen. Doch diese Scheu verflog sehr schnell, wozu auch die darauffolgenden Kennenlernspiele wesentlich beitrugen. Anschließend bekamen wir einen Einblick in die Angebote der Universität Augsburg, nämlich den Matheschülerzirkel und das Frühstudium. Nach dem Abendessen gingen wir gemeinsam in die Turnhalle, wo bereits verschiedene Stationen auf uns warteten, bei denen wir als Team zusammenarbeiten mussten, um bestimmte Aufgabe zu meistern.

Der zweite Tag begann mit Frühsport. Nach dem Frühstück wurde uns das vielfältige Programm der schwäbischen Begabungsstützpunkte vorgestellt, das für alle Interessierten offen ist. Später erfuhren wir von unserem Dozenten etwas über sog. Schlüsselkompetenzen, die den einzelnen Menschen individuell werden lassen, wobei er näher auf die Kommunikation und die Lernfähigkeit einging. So kann eine Rede durch scheinbar einfache Tricks äußerst mitreißend gestaltet werden. Interessant war für mich auch, dass unser Gehirn beim Lernen mit Eselsbrücken und Emotionen eine unglaubliche Kapazität aufweist. Nach dem Mittagessen versuchten wir uns an den Parcours des nahe gelegenen Klettergartens „Klette am Ette“. Abends erhielten wir noch einen Vortrag über Anforderungen an die heutige Landwirtschaft, bei dem näher auf ethische Fragen eingegangen wurde, die eng mit unseren alltäglichen Lebensgewohnheiten verwoben sind. Der Redner, ein Projektmanager bei AGCO GmbH, erläuterte uns zudem Genaueres zum Feldroboter „Xaver“, zum Zusammenhang zwischen der Landwirtschaft und der Klimakrise und den bereits erwähnten ethischen Fragestellungen. Die Komplexität dieses Themas ließ mich über meinen Lebensstil nachdenken.

Am letzten Tag gab uns ein Professor der Hochschule Neu-Ulm einen Überblick zu Verteidigungsmöglichkeiten gegen Cyberangriffe. Nach diesem Vortrag nahte leider bereits das Ende des Seminars. Doch vorher hatten wir noch die Möglichkeit, dem Ministerialbeauftragten unsere Sicht auf die gymnasiale Bildungspolitik in Schwaben zu schildern.


Das Talentseminar hat ein breit gefächertes Spektrum an Wissen aufgezeigt und die Komplexität einiger Fachbereiche dargelegt, die uns auf weitere Themen neugierig gemacht haben. Zudem hat sich unser Wunsch, neue Freundinnen und Freunde kennenzulernen, die motiviert und interessiert sind, auf jeden Fall erfüllt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Talentseminar eine große Bereicherung war, sowohl in sozialer wie auch in mentaler Hinsicht.

Hanna Hofmaier

Begabungsstützpunkte am AGL mit den Themen "Denkmalpflege" und "Raketenphysik"
Zwei Lehrkräfte des Albertus-Gymnasiums Lauingen, Herr Dr. Schromm und Herr Monninger, konnten in den vergangenen Schuljahren interessante und gut besuchte Seminare anbieten.

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Denkmalpflege – ein Angebot für alle Geschichtsinteressierten

An dem von Herr Dr. Schromm angebotenen Kurs „Erforschung von Baudenkmälern – Denkmalschutz und Denkmalpflege“ beteiligten sich 6 Schüler unseres Gymnasiums. Die Stadtgeschichte Lauingens und des Landkreises Dillingen bildeten in räumlicher Hinsicht den Schwerpunkt, methodisch standen Karteninterpretation und Quellenauswertungen im Vordergrund. Alle Teilnehmer waren – wie schon in vergangenen Jahren – begeistert bei der Sache.

Dr. Arnold Schromm

„Entwicklung, Bau und Erprobung von Modellraketen und alternativen Raketenkonzepten mit Flugbahnberechnungen“Die Raketenmodellbauer

11 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Gymnasien der Umgebung trafen sich an mehreren Samstagen, um unter Anleitung von Herrn Monninger Grundlagen der Raketenphysik miteinander zu erarbeiten und gleich in die Praxis umzusetzen. Es wurden Raketenmodelle gebaut, auf Stabilität hin überprüft, alternative Raketenkonzepte erarbeitet und an zwei sonnigen Nachmittagen auf dem Gundelfinger Segelflugplatz in den strahlend blauen Himmel geschossen.

Über 100 erfolgreiche Flüge mit zum Teil großen erreichten Flughöhen begeisterten uns. Angetrieben sind die Raketen durch industriell gefertigte Feststoffraketenmotoren mit einem Gesamtimpuls von bis zu 20Ns. Die Landung erfolgte jeweils an mitgeführten Fallschirmen.

Fazit – faszinierende, praktische Physik, die Spaß macht.

Im Schuljahr 2020/21 wird wieder ein Kurs im Rahmen der Begabtenförderung stattfinden. Das Thema ist: „Entwicklung, Bau und Erprobung von Modellraketen und alternativen Raketenkonzepten“

Dieter Monninger

Sprachbegleitender Fachunterricht

Sprachbegleitung - wenn Deutsch nicht automatisch leichtfällt

Auch in diesem Schuljahr besaßen einige Schülerinnen und Schüler am Albertus-Gymnasium einen "Migrationshintergrund". Für dessen Definition zieht das Kultusministerium neben anderen Kriterien v.a. die Verkehrssprache in der Familie heran.

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Die staatlichen Behörden haben das Potential, das diese jungen Menschen haben, längst erkannt und wollen diese Kinder weiter und intensiver fördern. Denn noch immer ist es so, dass der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund am Abitur bei weitem nicht dem Anteil an der Gesamtbevölkerung entspricht. Oft sind es eben Nachteile im sprachlichen Bereich, die dem Erfolg am Gymnasium im Wege stehen. Genau hier setzt das Projekt des sprachbegleitenden Unterrichts an.
Die unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen arbeiten nachmittags mit den Kindern zwischen ein und zwei Stunden pro Woche.
Der sprachbegleitende Unterricht soll allerdings kein „Nachhilfeunterricht“ im Fach Deutsch sein. Vielmehr geht es darum, den schriftlichen und mündlichen Sprachgebrauch in den anderen Fächern zu fördern.
Verständnisprobleme bei Sachtexten, die Erfassung von Fragestellungen bei Prüfungen, die korrekte Anwendung von Fachbegriffen sind Hürden, die für Kinder mit Migrationshintergrund oftmals höher sind als für deutsche Schüler. Hier setzt dieser Zusatzunterricht gezielt an.
Geschichte, Geographie, Natur und Technik sowie Mathematik sind zum Beispiel Fächer, in denen unterrichtet wird. Dass dabei eben immer auch die Sprache und die Sprachbeherrschung wichtig sind, sollte den Kindern mit vielfältigen Übungen vermittelt werden.
Aber auch Exkursionen und Unterrichtsgänge stehen auf dem Programm, u.a. war das Rieskratermuseum in Nördlingen ein Ziel.
Dass die Schülerinnen und Schüler, die diese Kurse besuchten, hoch motiviert sind, zeigt sich auch daran, dass kaum Fehlzeiten zu verzeichnen sind – selbst wenn nach einer anstrengenden Woche noch der Freitagnachmittag auf dem Programm steht.
Die einzelnen Fachlehrer, die mit dem sprachbegleitenden Unterricht betraut sind, versuchen in Absprache mit den Kindern, ein geeignetes Zeitfenster im Stundenplan zu finden.
Dieses Angebot wird bayernweit sehr gut angenommen. Auch wir am Albertus-Gymnasium hoffen sehr, damit einen Beitrag zur Sprachförderung an unserer Schule zu leisten.
Der für diese Zielgruppe angebotene Förderunterricht steht natürlich auch für Schülerinnen und Schüler ohne Migrationsgrund offen; wir freuen uns über das Interesse an zusätzlichen Übungs- und Fördermaßnahmen in Kleingruppen, die eine individuelle Förderung - ohne Noten- und Leistungsdruck - möglich machen.

Ruth Philipp-Schromm

Leseförderung

Lesen ist ein großes Wunder

„Lesen“ ist eine Schlüsselkompetenz, der in der modernen Mediengesellschaft für die Persönlichkeitsbildung, die gesellschaftliche Teilhabe und den schulischen Erfolg in allen Fächern eine entscheidende Bedeutung zukommt.

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Aufbauend auf der Vorarbeit im Elternhaus und der Grundschule wollen wir am Albertus-Gymnasium dazu beitragen, dass unsere Schülerinnen und Schüler diese Kompetenz vertiefen und lesen lernen. Denn tatsächlich stellen Lehrer aus verschiedenen Fächern fest, dass das sinnentnehmende Lesen vielen Schülerinnen und Schülern zunehmend Probleme bereitet. Dagegen setzen wir auf eine gemeinsame Technik, mit der die Schüler unbekannte Texte entschlüsseln können, die sog. 5-Schritt-Lesemethode. Sie wird im Deutschunterricht der 5. Klasse eingeführt und kann dann bei allen Texten in allen Fächern angewendet werden. Später sind es Referate und Lektüren, mit denen kreativ und am Kind ausgerichtet das Lesen in den Unterricht eingebunden wird.

Lesen soll aber auch Freude bereiten. Durch den jährlich stattfindenden Vorlesewettbewerb der 6. Klassen erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass Lesen eine Kunst ist, die geübt und trainiert werden kann und muss, wenn man damit anderen eine Freude bereiten will.

Jedes Jahr kommen zudem Menschen, die bereits Lese-Könner sind, an unsere Schule und lesen vor. Der bundesweite Vorlesetag bietet die Möglichkeit, Vorlesen als schönes Erlebnis zu gestalten und einmal ganz gezielt in den Vordergrund zu stellen; er ist an unserer Schule eine feste Tradition geworden.

Ein Highlight für alle Leser ist die Schülerlesebücherei. Zu Beginn dieses Schuljahres konnten wir die neu konzipierte und modern eingerichtete Bibliothek einweihen. Sie ist für sehr viele Kinder aus Unter- und Mittelstufe ein Rückzugsort in der Pause, um sich in Spannendes oder Wissenswertes zu versenken. Sie bietet für manche einen neuen, für manche aber auch einen altbewährten Weg zum Buch und lädt durch ihre offene und gemütliche Gestaltung zum Schmökern ein.

Lesen ist uns ein Herzensanliegen, denn

„Lesen ist ein großes Wunder.“   (Marie von Ebner-Eschenbach)

Ruth Philipp-Schromm

Albertus Gymnasium, Brüderstraße 10, 89415 Lauingen, Tel. 09072 95387-0 , Fax 09072 95387-30, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!