Leonie Hörmann (q12 im Schuljahr 2015/16) als Teilnehmerin bei der Deutschen Schülerakademie

Dass die Deutsche Schülerakademie mit einem hochkarätigen Programm aufwarten kann, durfte auch unsere Schülerin Leonie Hörmann erfahren. In den Sommerferien 2015 war sie nach erfolgreicher Bewerbung eingeladen, ein zweiwöchiges Seminar zu besuchen, das im thüringischen Roßleben stattfand und Juf´gendliche aus ganz Deutschland zusammenbrachte. Hier ihr Bericht:

 

"In den vergangenen Sommerferien hatte ich die einmalige Gelegenheit vom 30.07. bis zum 15.08. in Roßleben (Thüringen) an der Deutschen Schülerakademie (DSA) teilzunehmen. Das Konzept der DSA ist es, interessierten Schülern ein 16-tägiges Programm zur außerschulischen Förderung in verschiedenen Gebieten der Wissenschaft anzubieten. Dabei dürfen die Teilnehmer einen aus verschiedenen angebotenen Kursen wählen, die sowohl aus naturwissenschaftlichen und mathematischen, als auch gesellschaftlichen oder künstlerischen Bereichen stammen können. Die Themengebiete der Akademie in Roßleben reichten von Verschlüsselungsverfahren und neuronalen Netzen über Chemie bis hin zu Rassenbeziehungen, Kabarett und Philosophie.

Meine persönliche Wahl fiel auf einen Kurs, der sich mit der Geschichte der Rassenbeziehungen in Amerika auseinandersetzte. Ganz im Sinne des Kursthemas „freedom rings“ beschäftigten wir uns überwiegend mit Leitfiguren im Kampf gegen die Segregation, wie Martin Luther King oder auch Malcolm X. Es wurden aber auch Themen wie der Rassenbegriff an sich auf einer gesellschaftswissenschaftlichen Ebene angegangen und ausführlich diskutiert. Damit jeder Kursteilnehmer bereits im Voraus Kenntnisse zum Thema erwerben konnte, bekam vor Beginn der Akademie jeder Kursteilnehmer ein Referatsthema sowie Material zugeschickt, das er sich erarbeiten sollte. Im Kurs selber wurde neben der Präsentation der Referate und Diskussionen auch in Kleingruppen gearbeitet, bei denen die Referatsthemen der Teilnehmer thematisch zusammenpassten. Gemeinsam erstellten wir eine Dokumentation auf wissenschaftlichem Niveau, was mein persönliches Highlight des Kurses war, da man sich selber einbringen und auch die anderen Teilnehmer besser kennenlernen konnte.
Das Akademieleben bestand allerdings nicht nur aus Kursarbeit. Es wurden Exkursionen angeboten, bei denen man beispielsweise das nahe gelegene Erfurt erkunden konnte. Darüber hinaus gab es verschiedene Aktivitäten, die von Kursleitern oder auch von Teilnehmenden geleitet wurden und an denen man bei Interesse mitmachen konnte. Ich spielte beispielsweise manchmal bis tief in die Nacht Volleyball, versuchte bei Yoga zu entspannen, spielte im Orchester, sang im Chor oder beteiligte mich an Werwolf Runden, die auch schon mal bis drei Uhr nachts andauern konnten.
Natürlich ging man auch mit seinen neuen Freunden ins Freibad oder machte eine kleine Fahrradtour. Abends saßen wir manchmal am Lagerfeuer und aßen Stockbrot oder diskutierten und redeten bis tief in die Nacht, durchaus auch über ernste politische Themen. Das traumhaft schöne Wetter und die lockere Einstellung der Akademieleitung ermöglichten uns viele Nächte, bei denen wir sogar gemeinsam unter freiem Himmel schlafen konnten.
In den 16 Tagen, die wir in Roßleben waren, wurden wir alle eine große Gemeinschaft mit einem erstaunlich starken, kursübergreifenden Zusammenhalt. Deshalb fiel uns allen der Abschied natürlich sehr schwer. Die Verbundenheit der Teilnehmer ist so stark, dass bis jetzt regelmäßige Nachtreffen stattfinden, obwohl alle Teilnehmer über Deutschland und sogar der Welt verstreut leben.
Ich empfehle abschließend allen, die jemals die Gelegenheit dazu bekommen sollten, an einer Deutschen Schülerakademie teilzunehmen, diese Chance zu nutzen!"

 

Leonie Hörmann

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